kaltes.gefuehlsloses.herz

Gefuehlstot.
Belanglos.
Unsinn.
Vergangenheit.
Dein Untergang.

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fiktiver.duennschiss




Gedankenkotze.

Jetzt sitze ich hier und komme nicht in den Schlaf. Eigentlich müsste ich ja müde sein, doch wieder mache ich die Nacht zum Tag. Was hält mich eigentlich immer wieder wach? Es ist die Leere in mir, diese Leere tut so unendlich weh. Ihm Raum ist ein Hauch Traurigkeit und Melancholie zu spüren. Das ist es, und nichts anderes. Gedanken kommen zwar nicht auf, doch heiße Tränen laufen über mein Gesicht. Gefühle, für die es keine Worte gibt. Sie überwältigen mich und reißen mich in eine andere Welt. Es scheint so irreal, der Schmerz nimmt mir die Luft zum atmen, es tut so unheimlich weh, so irreal, es macht mir Angst. Und doch ist keiner da, der es verstehen könnte. Sinnlos. Ich will einfach nur fort, um nicht ganz verrückt zu werden. Ich kann alles nicht mehr begreifen und nicht mehr verarbeiten. Wie soll ich Neues verarbeiten. Ich kann nicht mehr, weil die Trauer siegt. Obwohl jeder weiß, dass das Herz irgendwann wieder lachen kann oder wird, so kann es das meine nicht, weil ich es gar nicht zulasse. Es ist verrückt, einfach irre. Traurigkeit macht sich in mir breit, drängen die Vergangenheit wieder zu mir, die ich nicht mehr wollte. Ich werde mich dem wohl stellen müssen, doch das Unterbewusstsein ist so unheimlich stark. Ich werde diesen Kampf verlieren, ich weiß es ja jetzt schon. Muss ich mir der Vergangenheit stellen? Sie lässt mich einfach nicht ruhen, sie holt mich immer wieder ein. Ich kann noch so schnell durch das Leben laufen, es ist immer schneller als ich. Jetzt werde ich gezwungen stehen zu bleiben. Die Vergangenheit ist zu vergleichen mit einem Raubtier, sie ist wunderschön anzusehen und doch ist sie unberechenbar und fürchterlich gefährlich. Immer wieder, wenn ich denke, ich bin weit genug gerannt, so springt sie aus dem Hinterhalt auf mich. Und wieder zerfleischt sie ein Stück meiner Seele. Wieder entstehen neue Narben, dabei waren die letzten gerade erst verheilt. Die Zeit kann einfach keine Wunden heilen, weil sie ja doch wieder aufs neue aufgerissen werden. Egal, wie schnell ich renne, geduldig wartet sie auf meine Schwächen, wenn ich kraftlos zusammenbreche. Und so wird es auf ewig sein, sie werden mich immer wieder finden, denn ich laufe weiter, und kenne doch den Weg nicht. Sie hingegen laufen mir nur hinter her, der Weg ist nur zu einfach. Sie werden mich wieder zerreißen und zerfleischen und ich weiß es jetzt schon genau. Und so werden meine Schreie immer leiser und ruhiger. Ich versuche zu denken, um wieder zu fliehen. Durch positives, sowohl auch negaitves lernen wir, wie wir das Raubtier zähmen können. Mit Klugheit sich stellen und mit Liebe, vielleicht kann es so etwas bändigen. Doch dies muss man erst einmal erkennen - Vor dem Raubtier zu stehen, die Gefahr wissen, die Angst im Nacken zu spüren und zu wissen, wie stark der Schmerz werden wird. Dennoch, die Distanz zu wahren, mit dem Tier auf gleicher Welle sein. Vielleicht gelingt es mir ja irgendwann, bis es soweit ist, wird es noch viele Narben geben, die Seele wird schreien, sie wird bluten. Es klingt so einfach und doch bin ich zu dumm zum fliehen, denn das Jagdtier holt mich immer wieder ein und ist um einiges schneller, als ich es je sein werde. Wenn es soweit ist, kann ich die Gefahr spüren und wieder nimmt sie mir die Luft und es läuft mir abermals eiskalt den Rücken runter. Das Raubtier wittert mich und wieder ist der Kampf verloren.

7.2.08 02:00


Die hellen Huegel heben und senken sich in einem stetigen Rhythmus. Immer wieder. Auf und ab. Auf und ab. Leise singend schlagen kleine Wellen gegen die weiche Oberflaeche. Das Wasser schmiegt sich wie die sanfte Beruehrung des Liebsten an die glatte Landschaft und ertränkt sie.
Die Huegel, die sich unter der Sauerstoffzufuhr woelben und beim entleeren abflachen, sind mein Brustkorb. Der romantische Vorgang ist meine Atmung.
Ich atme. Wir atmen. Die gesamte Menschheit atmet. Tag ein, Tag aus. Es wird nicht wahrgenommen und setzt dennoch nie aus.
Nein, ich irre mich.
Die Atmung kann aussetzen. Wenn Menschen den Drang aus Neugierde, oder Furcht unterdruecken, haben sie fuer ein paar Augenblicke Kontrolle ueber ihr Leben. Sie können sich entscheiden zwischen weiteratmen und aufhoeren.
Eine Illusion. Kein Mensch ist in der Lage den koerperlichen Reflex aus eigener Kraft lange genug hinauszuzoegern.
Ich spuere, dass sich auf meiner Stirn Scheißtroepfchen gebildet haben, die langsam ueber meine Schlaefen wandern, sich unter meinem Kinn treffen, um vereint in das Badewasser zu stuerzen und damit zu verschmelzen. Das Wasser ist so heiß, dass ich beinahe keine Luft mehr bekomme und schon seit einigen Minuten darum ringe. Ich lasse traege die Haende vor meinem Gesicht durch das Nichts flattern und beobachte aus halbgeschlossenen Augenlidern den Dampf, der vom Wasser um mich und von meinem gluehenden Koerper ausgeht.
Ich lasse den Sauerstoff aus meinen Lunge, trenne mich von so viel Lebenselixier, wie mir moeglich ist, und lasse mich sinken. Langsam gleite ich tiefer, das Wasser verschluckt mehr und mehr von meinem Koerper, bis ich gaenzlich in seiner erdrueckenden Umarmung gefangen bin.
Ich bin umgeben von nicht greifbarer Konsistenz. Fremden Geraeuschen. Ich hoere das Knirschen und Klopfen und eine gedaempfte Stimme, die aus dem Plattenspieler kommt. Mein Blut rauscht in meinen Ohren waehrend es immer weniger Sauerstoff transportiert. Ich lege den Kopf in den Nacken und spuere den harten Grund der Badewanne unter meinem Hinterkopf.
Das Wasser ueber mir hat sich wieder zu einer makellosen Flaeche zusammengefuegt. Es hat seine Pforten geschlossen.
Mein Haar weht vor meinem Gesicht im Wasser und tanzt von seiner unsichtbaren Stroemung gefuehrt, als schwarzer Schleier in meinem Blick. Die Bewegungen sind langsam und traege. Es schlingert vor meinen Augen umher und vermischt sich mit den roten Punkten, die mit der Zeit an Farbe und Zahl gewinnen. Ich schließe wieder meine Augen, als kalte Luft ins Gesicht greift, oeffne ich sie. Ich bin an der Oberflaeche.
Zurueck im Leben.
Ich atme. Ich funktioniere. Es hat keinen Sinn. Der ist auf der Welt ohnehin eine wertvolle Raritaet.
Ich lasse meine Arme ueber deie Badewannenraender haengen und spuere, wie sich erneut Schweißtroepfchen bilden und sich mit den Wassertropfen, die nun auf meiner Haut sind, vermischen.
Was tust du da? Versuchst du dich zu ertränken?
Ich drehe muede den Kopf in die Richtung, aus der seine Stimme kommt. Er steht in der Badezimmertuer und hat noch seinen Mantel an.
Nein.
Es ist ein Wort, das in dem leisen Hauch kaum hoerbar ist.
Du kannst nicht loslassen.
Ja.
Ein weiteres Hauchen.
Du kannst das Leben nicht ohne mich verlassen.
Seine Mundwinkel zucken, ohne ein Laecheln zu bilden.
Das ist dir nicht moeglich und ich gestatte es dir auch nicht. Das weißt du auch.
Du sagtest es mir schon. Eigentlich sagst du es mir immer dann, wenn du mit mir schlaefst, weil ich dich dann am meisten liebe.
Du liebst mich nicht. Du kannst nicht lieben. Niemanden, niemals...
Ich stehe auf und steige aus der Badewanne, die mitten im weißgekachelten Raum im Boden eingelassen ist. Sein Blick ist an mich geheftet, als ich mich nackt vor ihn stelle und die Tropfen dem Gesetz der Schwerkraft folgen. Das Gewicht seiner blauen Augen wird scherer und laesst den Druck in meiner Brust steigen, die ein ploetzliches Stechen durchfaehrt. Seine Naehe schmerzt.
Du hast recht. Es geht nicht um Liebe. Dieses Gefuehl ist so nichtig, im Gegensatz zu Hass. Wir hassen mit Leidenschaft, es verzehrt uns. Liebe ist schwach und verletzlich.
Ich hasse dich nicht. Hasst du mich?
Nein, ich brauch nur deinen Koerper. Man koennte sagen, ich liebe es ihn in Schweiß ausbrechen zu lassen und seine makellose Haut zu zerkratzen, waehrend ich ihn benutze.
Er entkleidet sich, drueckt mich gegen die Fliesen und dringt in mich ein, waehrend meine Naegel an den steinernen Quadraten der Wand herunterrutschen und ich schwach versuche Halt zu finden. Seine Haende wandern ueber meine Brust und seine Finger finden sein Ziel an meine Lippen, die ich geoeffnet habe um leise wimmernd auszuatmen.
So entweicht mir das Leben letztenendlich doch, ohne, dass ich Einfluss darauf haette. Doch das hier ist nur ein kurzer Tod fuer einige Minuten der Lust.
Wir haben Sex um nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Wir fallen uebereinander her, lassen aber nicht zu, dass das Nichts uns in die Finger kriegt. So retten wir uns.
Tag fuer Tag, waehrend wir atmen.

Tu m'abasourdis.

15.2.08 20:37


Qualvoll sterben sollt ihr. Leiden. Stück für Stück. Ihr geht mir so verdammt am Arsch vorbei. Der Hass ist so groß, dass mir die Worte dafür fehlen. Und ihr nennt euch Familie? Mein ganzes Leben habt ihr mich gedemütigt, geschlagen und zurückgewiesen. Warum adoptiert ihr ein Kind, wenn ihr es doch gar nicht mögt? Wie ich euch hasse. Die ganze Zeit hab ich versucht eure Aufmerksamkeit, Anerkennung zu erhaschen. Ich war die Beste in der Schule. Ich hab immer das gemacht, was ihr mir gesagt habt. Ich bin immer früher, statt zu spät nachhause gekommen. Ich hab mir sogar die Freunde nach euren Wünschen ausgesucht. Ich hab mich verbogen für euch. Und für was? Für Schläge, Missachtung und Erniedrigung. Warum ich? Sagt, warum wart ihr nur zu mir so? Schwesterherz hat nie davon etwas abbekommen, im Gegenteil. Ihr habt sie geliebt, war sie doch euer Mausi. Auf Händen habt ihr sie getragen, ihr regelrecht alles in den Arsch geschoben. Es war egal, dass sie euch belogen hat, euch bestohlen hat, euch regelrecht in den Wahnsinn getrieben hat. Sie durfte immer alles! Ich musste nur 5 Minuten zu spät kommen und sofort hat es was gesetzt. Sie aber, sie bleibt 2 Tage weg, meldet sich nicht, nichts. Und kommt dann sturzbetrunken nachhause. Ihr schweigt. Nein, ihr versorgt sie auch noch. Ihr belohnt sie regelrecht dafür! Seht ihr nicht, dass das alles wie ein schlechtes Deja Vu ist? Merkt ihr nicht, dass ihr das alles schonmal durchgemacht habt? Wisst ihr nicht, wie das endet? Seid ihr so verdammt dumm? Man muss es euch wohl erst reinprügeln. Ja, macht so weiter, bis sie an der Nadel hängt wie Mutter. Mir egal. Aber sprecht mich nie wieder an. Ich will nicht mehr mit Mutter verglichen werden. Nie wieder! Ich will euch nicht mehr sehen. Ihr habt mich sowieso schon kaputt gemacht, aber ihr werdet wohl erst glücklich sein, wenn ich ganz am Boden liege. Ja, das würde euch gefallen.

VERDAMMT, ICH HASSE DIE FAMILIE!

19.2.08 00:46


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